CHINABOX. Neue Lyrik aus der VolksrepublikCHINABOX öffnet das Fenster zu einer Lyrikszene, die so lebendig und vielfältig ist wie die Volksrepublik selbst. Die zweisprachige Anthologie enthält Gedichte von zwölf Dichter_innen, die die chinesische Gegenwartslyrik wesentlich prägen, in Deutschland aber bisher völlig unbekannt sind. Was diese Gedichte verbindet, ist ihre erstaunliche Leichtigkeit im Zusammenbringen verschiedenster Positionen: Der chinesische Kanon trifft auf die europäische Moderne, Gesellschaftskritik auf Sprachspiele, Industrie auf Akademie. Gut hundert Übersetzungen, die den Originalen an Frische und Gegenwärtigkeit in nichts nachstehen, erzeugen keine Exotik, sondern Lust an der fremden Sprache. Mit Illustrationen, die selbst polyglott erscheinen, bringt die Anthologie CHINABOX die Vielfalt und Komplexität der chinesischen Gegenwart in ein Buch.

Pressestimmen

„Die Herausgeberin Lea Schneider hat sich für das beste Verfahren entschieden, einen weit entfernten Kulturraum voller hierzulande kaum bekannter Bezüge und Traditionen vorzustellen: Sie lässt in einer souveränen Auswahl zwölf sehr unterschiedliche Dichter für sich sprechen, bietet aber mit einem Glossar, Dichterportraits und einer angenehm unverkrampften »Gebrauchsanweisung für dieses Buch« einige Hilfsgeländer für die Suche nach Einordnung. Unsere chinesischen Zeitgenossen erscheinen differenziert zugleich sehr nah und sehr entfernt in diesem klugen schönen Buch, und was sonst wäre das Ziel von Übersetzungen?“
Lyrik-Empfehlungen 2017 / Florian Kessler, Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung

„Die Herausgeberin Lea Schneider schließt mit der Chinabox ein Lücke, die in vielen, vielseitigen Publikationen über das moderne China klafft. […] Der Buchhandel sollte die Chinabox aus dem Verlagshaus Berlin nicht in der Lyrikabteilung verstecken, sondern neben Analysen der chinesischen Polizik, Gesellschaft und Wirtschaft platzieren. […] Wer lediglich Exotik sucht, wird enttäuscht, denn die Chinabox ist erfrischend, knackig, schmackhaft und verdammt nah an dem, was auch uns umtreibt.“
Lyrisches Lunchpaket / Jochen Kienbaum, lustauflesen.de / 13.02.2017

„Diese Sammlung zeitgenössischer Dichtkunst […] aus China kann man gar nicht genug wertschätzen.“
Schlaf kann man nicht erben / Matthias Ehlers, WDR5 / 09.02.2017

„Ihre Texte sind so kunstvoll, wie man es von Lyrikübersetzungen kaum gewohnt ist. Doch eigentlich haben wir es schon immer geahnt: Gedichte werden am besten von Dichtern übersetzt.“
Found in Translation / Lilian Maria Pithan, goethe.de / Februar 2017

„Mutige, frische Stimmen, meist abseits der langen Tradition asiatischer Dichtkunst. Die Lyrikerin und Sinologin Lea Schneider […] stellt uns eine vielfältige Auswahl vor, die fein und stimmig von Yimeng Wu illustriert wurde.“
Chinabox / Marina Büttner, literaturleuchtet / 29.01.2017

Chinabox versammelt teilweise berückende Resultate.“
Die Form des Meeres / Benjamin Rossi, NZZ / 25.01.2017

„Wie raffiniert und alltäglich das möglich ist, zeigt die von der jungen Berliner Dichterin und Sinologin Lea Schneider herausgegebene Anthologie „Chinabox“. […] Die Widerständigkeit der Texte ist zumeist subkutaner Natur […], sie stehen für ein Schreiben, das nicht die im Westen vorherrschenden Klischees vom blutrünstigen Staats-Leviathan und dem dissidentischen Drachentöter bedient, sondern auf einem störrischen Individualismus beharrt, den sich jeder auf eigene Weise erkämpft.“
Meine triumphale Achtung fürs Leben / Gregor Dotzauer, Tagesspiegel / 31.12.2016

„Ein atmosphärisch dichter Blick auf die Vielgestaltigkeit einer Gesellschaft, die sich nicht so einfach unter die im Westen kursierenden Etiketten bringen zu lassen scheint. […] So wird es der Leserin nicht nur ermöglicht, eine bisher im deutschsprachigen Raum nicht wahrnehmbare Lyrikwelt und ihre teils ungewöhnlichen Ansätze und Verfahrensweisen kennenzulernen, sondern es zeigen sich in den besten Texten auch Antworten darauf, wie das diskursiv und alltäglich Politische vielleicht poetisch zu fassen sein könnte. […] Neben dem kraftvollen Inhalt ist besonders die Gestaltung des Bandes hervorzuheben: sie ist wirklich unfassbar schön.“
Feurige Werke / Felix Schiller, Fixpoetry / 13.12.2016

Lea Schneider – Ein Porträt / Antje Bonhage, kulturradio vom rbb / 21.11.2016

Neue Wege in der Übersetzung […] / Johannes Heller, sinonerds.com / 20.11.2016

CHINABOX / Katharina Borchardt, SWR2 / 20.11.2016

„Die Anthologie „Chinabox“ wirft einen frischen Blick auf aktuelle Lyrik aus der Volksrepublik. Sie zeigt, wie raffiniert und anspielungsreich die Autoren an den offiziellen Sprechweisen vorbeimogeln – und ihre Aufsässigkeit in Zeilen fassen.“
Zwischen Melancholie und Aufsässigkeit / Gregor Dotzauer, Deutschlandradio Kultur / 19.11.2016