Invasion rückwärts Als wären die Ausstellungsstücke in einem Kuriositätenkabinett plötzlich lebendig geworden: In »Invasion Rückwärts« versammeln sich Druiden in Trainingsanzügen, ein liegengebliebener Schluckauf und ein reverser Flokati. Gegenstände lösen sich auf, pausenlos finden Verschiebungen statt: Der Himmel wird ein blauer Fleck in der Kniekehle, Inseln zu Fußnoten vom Festland, Habenwollen zur Lebensform.

Dazwischen bewegen sich Personen und blättern durch die Körper eines »vorläufigen Wir«. Auf der Suche nach Möglichkeiten, miteinander und mit den rebellischen Objekten umzugehen, entdecken sie einen »universell anwendbaren Herbst«, einen »notwendigen Akt von Schönheit« und einen Ort, wo Kühe hingehen, wenn sie abgelaufen sind. Immer wieder stellt sich die Frage, wer hier eigentlich handelt: Die Subjekte? Die Objekte? Denn die Gegenstände, um die es hier geht, sind selbst nur Taktgeber ihrer eigenen Transformationen. Bilder, Stimmungen, Theorien und Gegenstände verdichten sich zu hochkomplexen Gebilden, die funktionieren wie Lösungsvorschläge für einen Rubik’s Cube – und sich dabei so klug und witzig lesen, dass man den Würfel am liebsten immer weiterdrehen will.

Pressestimmen

„Ein Beispiel absoluter Dichtung.“
Lea Schneider, Invasion Rückwärts / HOT-List-Blog / 26. November 2014

„Souverän und traumwandlerisch sicher […]. Und dies alles in einer Leichtigkeit, als wollte sie jeglicher Assoziation freien Lauf lassen. Doch Lea Schneider ist eine disziplinierte Beobachterin mit ausgeprägtem Sprachbewußtsein. Sie verwirklicht in ihren Gedichten eine Metaphorik resp. leistet einer Übersetzungsarbeit Vorschub, die Dinge, Erscheinungen, Realitäten unterschiedlichster Natur in eins setzt, sie auf einer Ebene zusammenführt. […] Diesen Texten wohnt eine Lust am Denken und Erkennen inne, die, neben der sprachlichen Qualität, ihre magische Anziehungskraft ausmachen.“
jeder raum enthält mindestens eine utopiegefahr / Jayne-Ann Igel, Signaturen-Magazin / Oktober 2014

„Ein Debütband voller genau beobachteter und wirklichkeitsnaher Gedichte, die den Utopien trotzen.“
Der Himmel ein Exposé für Kindheiten / Fabian Thomas, Fixpoetry / 13. Oktober 2014